YFOOD DRINKS UND DER GLYKÄMISCHE INDEX.

Wie hoch ist der glykämische Index von YFood Trinkmahlzeiten?

YFood Trinkmahlzeiten haben einen niedrigen glykämischen Index von nur 32 und zählen damit zu den Lebensmitteln, die den Blutzucker nur geringfügig ansteigen lassen. Aber Moment mal, was ist der glykämische Index eigentlich?

Hintergrund und Bedeutung des glykämischen Index

Alle Kohlenhydrate in der Nahrung bauen sich aus einzelnen Zuckermolekülen auf, die zu unterschiedlich langen Ketten verknüpft sind. Wenn wir kohlenhydrathaltige Nahrung zu uns nehmen, werden die enthaltenen Kohlenhydrate wieder zu einfachen Zuckermolekülen abgebaut – und diese gelangen dann in den Blutkreislauf. Der glykämische Index eines Lebensmittels gibt Auskunft darüber, wie schnell diese Zuckermoleküle nun ins Blut aufgenommen werden und ist somit ein Maß für den Blutzuckerspiegelanstieg nach dem Konsum von Kohlenhydraten.

Um den glykämischen Index zu bestimmen, wird gemessen, wie hoch und wie lange der Blutzuckerspiegel steigt, nachdem man 50 Gramm Kohlenhydrate aus dem zu testenden Lebensmittel gegessen hat [1]. Lebensmittel werden nach hohem, mittleren und niedrigem glykämischen Index klassifiziert [2]:

  • Hoch ist ein GI größer als 70 %, z.B. gekochte Kartoffeln (82), Weizenvollkornbrot (74)
  • Mittel ist ein GI zwischen 50 und 70 %, z.B. gekochter Langkornreis (60), Porridge (55)
  • Niedrig ist ein GI unter 55 %, z.B. gekochte Vollkornspaghetti (42), gekochte grüne Linsen (37)

 

 

Der Kohlenhydratstoffwechsel ist sehr eng reguliert, denn zu viel Zucker im Blut kann schädlich für unsere Zellen sein. Steigt der Blutzuckerspiegel, wird in der Bauchspeicheldrüse Insulin ausgeschüttet, das den Blutzuckerspiegel senken soll. Das Hormon Insulin schleust die Zuckermoleküle in die Körperzellen (v.a. im Muskel- und Fettgewebe), wo sie für die Energieproduktion herangezogen werden können. Fällt der Zuckerspiegel wiederum unter ein bestimmtes Level, werden verschiedene Mechanismen aktiviert, die zu einem Hungergefühl oder hormonellen Umstellungen und damit zur körpereigenen Zuckerproduktion führen.

Relevant ist der glykämische Index vor allem für Personen mit einer angehenden Insulinresistenz, bei der Körperzellen weniger stark auf das ausgeschüttete Insulin reagieren und die Bauchspeicheldrüse dadurch mehr Insulin produzieren muss, um dieselbe Wirkung zu erzielen. Hierbei verbleiben sowohl das Insulin als auch Zuckermoleküle länger im Blut. Das hat zur Folge, dass die aufgenommenen Kohlenhydrate vermehrt in Form von Fett gespeichert werden. Dieses Phänomen ist der Hauptrisikofaktor für die Entwicklung von Diabetes [3]. Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index wie z.B. zuckerreiche Fertigprodukte oder andere stark verarbeitete Lebensmittel können also langfristig dazu beitragen, dass der Körper immer mehr Insulin produzieren muss. Übergewicht und die Entstehung chronischer Erkrankungen können demnach direkt mit dem übermäßigen Konsum solcher Lebensmittel in Verbindung gebracht werden [4].

Wie wir den glykämischen Index von YFood bestimmt haben

Bei YFood sind wir uns der Relevanz der aktuellen Übergewichtsproblematik im Klaren und wir möchten mit unseren Lebensmitteln einen besseren Weg gehen. Daher haben wir den glykämischen Index eines unserer Trinkmahlzeiten an der renommierten Technischen Universität München anhand von etablierten Methoden bestimmt [1, 5]. In einer wissenschaftlichen Studie konsumierten zehn Probanden auf nüchternen Magen die YFood Trinkmahlzeit Crazy Coconut. Der Blutzuckerspiegel wurde davor sowie in regelmäßigen Abständen nach dem Konsum bestimmt. Dieser Verlauf des Blutzuckerspiegels wurde anschließend mit dem Blutzuckeranstieg nach Zufuhr eines Kontrolllebensmittels (50 g reine Gukose), das die gleiche Menge an Zucker wie in der getesteten YFood Trinkmahlzeit enthielt, verglichen.

Ausgehend von den Ergebnissen konnte für die YFood Trinkmahlzeit Crazy Coconut ein niedriger glykämischer Index von nur 32 berechnet werden. Dieser lässt sich vermutlich auf den hohen Protein- und Ballaststoffanteil im Drink zurückführen. Zusammen mit den enthaltenen pflanzlichen Ölen führen sie zu einer verzögerten Magenentleerung und einem dadurch verlangsamten Blutzuckeranstieg. Die verzögerte Magenentleerung ist zudem für eine lang anhaltende Sättigung verantwortlich.

Fazit

Da sich die Rezepturen unserer YFood Drinks sehr stark ähneln, ist der glykämische Index von Crazy Coconut repräsentativ für alle milchbasierten YFood Trinkmahlzeiten, was bedeutet, dass beim Verzehr der Drinks der Blutzuckerspiegel nur geringfügig ansteigt und stetig wieder absinkt. Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index von unter 50 verhindern eine hohe Insulinausschüttung [6]. Durch eine geringe metabolische Belastung tragen sie zur Verbesserung der allgemeinen Stoffwechselwege bei [2].

Den glykämischen Index als alleinigen Faktor für eine Krankheitsentwicklung verantwortlich zu machen ist natürlich falsch und wäre irreführend. Nichtsdestotrotz bietet er eine nützliche Orientierungshilfe, um Produkte hinsichtlich der Stoffwechselwirkung der enthaltenen Kohlenhydrate einzuordnen. Wie hoch der glykämische Index einer Mahlzeit ausfällt, hängt unter anderem von den einzelnen Lebensmitteln, sowie der Zubereitungsart ab. Eine Reduktion kalorienreicher Lebensmittel mit geringer Nährstoffdichte ist unabhängig von individuellen Gegebenheiten sinnvoll, um eine langfristige Verbesserung der Gesundheit zu erreichen. Aus diesem Grund kombinieren YFood Trinkmahlzeiten wichtige Makronährstoffe wie Proteine und Ballaststoffe mit ausgewählten Mikronährstoffen, um einen langanhaltenden Sättigungseffekt zu erzielen und den Körper bei moderater Energiezufuhr ausreichend mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

 

Literaturverzeichnis

[1] Brouns F., et al. “Glycaemic index methodology”. Nutrition Research Reviews 18(2005): 145-171.

[2] Strohm D. “Glykämischer Index und glykämische Last – ein für die Ernährungspraxis des Gesunden relevantes Konzept? - Wissenschaftliche Stellungnahme der DGE“. Ernährungsumschau 1(2013): M26-M38.

[3] Ojo O., et al. "The effect of dietary glycaemic index on glycaemia in patients with type 2 diabetes: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials." Nutrients 10.3 (2018): 373.

[4] Augustin L.S.A., et al. "Glycemic index, glycemic load and glycemic response: An International Scientific Consensus Summit from the International Carbohydrate Quality Consortium (ICQC)." Nutrition, Metabolism and Cardiovascular Diseases 25.9 (2015): 795-815.

[5] Wolever T.M.S. “Effect of blood sampling schedule and method of calculating the area under the curve on validity and precision of glycaemic index values”. British Journal of Nutrition 91(2004): 295-300.

[6] Rayner C.K., et al. “Relationships of Upper Gastrointestinal Motor and Sensory Function With Glycemic Control”. Diabetes Care. 24(2001): 371–381.